Michael Schlembach

Immobilienwirt (Diplom-VWA)
Fachwirt in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (IHK)
Diplom-Sachverständiger (DIA) für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken, Mieten und Pachten 

Energieausweis

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Informationen zum Energieausweis

Seit Juli 2008 gilt eine schrittweise Einführung des so genannten Energieausweises. Dieser bezieht sich auf die Energieeffizient von Wohn- und auch Nichtwohngebäuden. Jeder, der eine Immobilie erwerben oder mieten möchte, hat einen gesetzlichen Anspruch auf den Einblick in den Energieausweis!

Was ist der Energieausweis?

Bedarfsausweis

> gibt Auskunft über den Energiebedarf des Gebäudes

Der bedarfsorientierte Energieausweis gibt den Energiebedarf einer Immobilie wieder. Unter Normbedingungen wird der individuelle Bedarf des Gebäudes berechnet und orientiert sich an den den verwendeten Baumaterialien, der Größe der Immobilie und der Anlagentechnik. Diese Werte stehen in Unabhängigkeit von der Zahl der Bewohner und deren individuellen Energie Gebrauchsgewohnheiten. So werden objektiv die Werte wiedergegeben, die es ermöglichen, einen neutralen Vergleich zwischen unterschiedlichen Gebäuden vorzunehmen. Damit wird eine informative Ausgangsbasis geschaffen, um eine gezielte Energieberatung in Bezug auf eine Sanierung in Anspruch zu nehmen. Für neu errichtete Gebäude, gilt für An- und Ausbauten und Modernisierungen, dass im Verlauf einer Berechnung durch einen Ingenieur der Energieausweis auf der Basis des errechneten Energiebedarfs erstellt werden muss.

Verbrauchsausweis

> gibt Auskunft über den Energieverbrauch der Bewohner.

Dagegen gibt der verbrauchsorientierte Energieausweis den Energieverbrauch der bewohner wieder. Dieser wird auf Basis des tatsächlichen Energieverbrauchs innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren erstellt. Der Verbrauchsausweis zeigt, wie stark der Energieverbrauch unter anderem vom spezifischen Nutzerverhalten und den Witterungseinflüssen abhängig ist. Daher kann der Verbrauch stark von den Daten abweichen, die der bedarfsorientierte Ausweis angibt.

Was die Energieskala aussagt

Wer den energetischen Zustand einer Immobilie erfahren möchte, bevor er sich für den Kauf oder das Mieten entscheidet, bekommt durch die Farbskala des Ausweises ein aussagekräftiges System. Durch Einführung des Energieausweises können die Verbrauchswerte unterschiedlicher Gebäude miteinander verglichen werden. Langfristig unterstüzt der Energieausweis Energiekosten zu reduzieren.

Beim bedarfsorientierten Energieausweis werden die relevanten Werte auf der Basis technischer Analysen der Heizanlage wie auch der Bausubstanz ermittelt. Die daraus resultierenden Ergebnisse sind für den zu erwartenden Energiebedarf der Immobilie von großer Bedeutung.

Der Endenergiebedarf eines Gebäudes beschreibt innerallb eines Jahres die Menge Energie, die für Heizwärme, Lüftung, Warmwasser, elektrische Pumpen und Regelungseinheiten benötigt wird. Zudem gilt der ermittelte Bedarf als gute Orientierung für den Verbraucher, um Kosten für Energie frühzeitig abschätzen zu können.

Der Primärenergiebedarf drückt die gesamte Energieeffizienz eines Gebäudes aus. Das geschieht unter Berücksichtigung des verwendeten Energieträgers. Hierbei werden dessen Gewinnung, Verteilung und Umwandlung mit berücksichtigt. Damit kann die umweltfreundliche Bedarfsdeckung eines Gebäudes beurteilt werden.

Der verbrauchsorientierte Energieausweis bewertet den Energieverbrauch auf Basis des Verbrauchsverhaltens der Bewohner, innerhalb von drei Jahren. Der ermittelte Wert ist somit kein objektiver Endwert, da er in erster Linie vom Nutzungsverhalten der Hausbewohner abhängt.

Damit die Höhe des Energieverbrauchskennwertes festgestellt werden kann, fließen entsprechende standortbezogene Klimafaktoren ein, damit beispielsweise Witterungseinflüsse wie ein strenger Winter, die tatsächlichen Werte nicht verfälschen. Hierdurch kann ein einmaliger hoher Energieverbrauch nicht dazu führen, hohe Verbrauchswerte für die jeweilige Immobilie ausweisen.

Vergleichswerte müssen mit der Energieerzeugung korrespondieren.

Mehr dazu: 
 Die ermittelten Vergleichswerte beziehen sich grundsätzlich auf Immobilien, in denen auf konventionelle Weise Energie für Warmwasser und Heizung erzeugt wird.
Beinhaltet der Energieverbrauchskennwert keinen Warmwasseranteil, muss hier berücksichtigt werden, dass für die Warmwasserbereitung zwischen 20 und 40 kWh Energie entfallen, abhängig vom Gebäudetyp.

Bei Energieverbrauchskennwerten eines Gebäudes, das mit Fern- oder Nahwärme beheizt wird, werden bis zu 30 Prozent weniger Energie benötigt als bei Immobilien, die ihre Wärme aus einer Kesselheizungsanlage gewinnen. 

Wie sieht der Energieausweis aus?

> gibt Auskunft über den Energiebedarf des Gebäudes

(Quelle: dena)

Im Energieausweis wird der energetische Zustand einer Immobilie auf vier Seiten dokumentiert:
Auf der ersten Seite des Energieausweises findet man allgemeine Angaben zum Gebäude. Hierzu gehören unter anderem die Adresse, der Typ, das Baujahr, wie auch Angaben zur Gebäudenutzfläche und der Anlagentechnik. Ferner sind Hinweise aufgeführt, die Aussagen zur Verwendung des Ausweises und Angaben zur energetischen Qualität einer Immobilie machen. Gegebenenfalls kann dem Papier auch ein Foto der betreffenden Immobilie beigefügt werden.

Nur wer einen bedarfsorientierten Energieausweis benötigt, muss die zweite Seite ausfüllen lassen

Die dritte Seite ist für den verbrauchsbasierten Ausweis vorgesehen. Eine Farbskala, die von grün bis rot unterlegt ist zeigt den Energiebedarf, oder auch den Energieverbrauchskennwert in kWh (Kilowattstunden) an. Damit man einen Vergleiche zu anderen Gebäuden ztreffen kann. ist eine weitere Farbskala aufgeführt, diese gibt Auskunft, in welchem Bezug der Verbrauchswert der eigenen Immobilie im Gegensatz zu Werten durchschnittlicher Häuser oder eines Passivhauses liegt.

Zu Fachbegriffen findet man auf der vierten Seite entsprechende Erklärunge .
Da wir die Erfassung der Daten, die für die Erstellung des Energieausweises benötigt werden, selbst vor Ort bei Ihnen in Ihrer Immobilie vornehmen, erhalten Sie den Ausweis bereits innerhalb weniger Tage.